Mein Seelenhund - Whoopie

Samstag, Januar 12, 2013

Hinter jedem Seelenhund und seinem Menschen verbirgt sich eine ganz besonderen Beziehung und hiervon erzählt die Geschichte von Whoopie und Susanne.



"Was ist ein Seelenhund?
Ich denke, das sind Hunde, die zu ihren Menschen einen ganz besonderen Draht haben. Whoopie ist mein Herzhund, weil sie wirklich für mich bestimmt war.
Sie musste einfach zu mir, das war wirklich Schicksal.

Susanne Illich



Mein Herzenshund Whoopie

Whoopies Züchter haben wir vor fast 10 Jahren bei unserer ersten Windhundwanderung kennen gelernt. Damals hatten wir grade unsere Greyhound-Hündin Annabel über Windhunde in Not adoptiert, und ein dritter Hund war zu der Zeit absolut nicht angedacht. Seitdem habe ich aber immer mal wieder auf der Züchterseite in den News geschmökert, wir trafen uns ab und zu bei Spaziergängen und tauschten uns aus. Im Sommer 2004 fiel dann bei dem Züchter ein Wurf, bei dem ich schon bei der Verpaarung sehr gespannt war, weil ich den Papa so klasse fand. Ja, und da ist es dann passiert.  Irgendwie habe ich mich direkt in das kleine Mädelchen mit den lustigen Platten und Flecken verkuckt als ich zum ersten Mal Bilder von Whoopie im zarten Alter von drei Tagen gesehen habe. Als ich sie mit etwa sechs Monaten bei unserer Adventswanderung live erlebt habe, hat sie mich wirklich umgehauen. Sie flitzte schön mit unserer Luka, saß nach der Wanderung bei mir auf dem Schoß. Aber da sie nach Schweden versprochen war, habe ich sie mir aus dem Kopf geschlagen, losgelassen hat sie mich nie, das gebe ich ganz offen zu. Tja, Anfang Januar 2005 sprang die Schwedin ab, da ihr die Kosten inklusive Flug doch zu hoch waren, aber ich konnte meinen GöGa nicht überzeugen, dass Whoopie für mich bestimmt ist und als dritter Hund bei uns einziehen sollte. Im Sommer sah ich dann, dass Whoopie anscheinend bei sehr netten Leuten eine neues Zuhause gefunden hatte (ich dachte schon, Whoopie ist für mich für immer verloren), aber irgendwie funktionierte das wohl nicht, denn das Mädchen kam schon nach relativ kurzer Zeit wieder zurück zum Züchter. Sie wollte anscheinend definitiv nicht bei der Familie bleiben, wurde unsauber, weinte und biss ein Loch in eine Couch. Man ging einfach davon aus, dass sie nicht ohne andere Hunde leben wollte.Also versuchte ich wieder meinen Mann pro Dritthund zu bearbeiten. Leider wie zuvor erfolglos. Er blieb hart.

 
Beim Adventsspaziergang 2005 war dann auch wieder Whoopie mit von der Partie – es hatte sich noch nicht das passende Zuhause für sie gefunden. Und was soll ich sagen? Der Funke war noch genauso da wie im Jahr davor. Beim gemütlichen Beisammensein saß die Maus meistens auf meinem Schoß. Das I-Tüpfelchen war, dass sich Whoopie - als wir uns an der Haustüre verabschieden wollten - wie selbstverständlich plötzlich zwischen Luka und Annabel stellte.  
Dann legte sie sich seelenruhig auf Annabel's großes Hundekissen, nach dem Motto, hier bin ich und hier bleibe ich. Wir sahen uns alle sprachlos an – es war klar, dass Whoopie doch gerne mit uns mit gegangen wäre. Ich hätte sie am liebsten gleich und sofort eingepackt, aber mein Mann blieb an dem Sonntagnachmittag erst mal noch stur. Erst zwei Tage später, als er abends von der Arbeit kam, hat er zugestimmt, dass die kleine Zaubermaus am 27.12. – also nach Weihnachten bei uns einziehen durfte. Was war ich aufgekratzt und habe mich gefreut, als ich beim Züchter anrufen durfte, um zu erzählen, dass Whoopie ihren Platz gefunden hat.  So sehr ich mich jedes Jahr auf die Adventszeit und Weihnachten freue, so sehr freute ich mich auf den 27.12.2005. Wir setzten uns vormittags trotz Eis und Schnee ins Auto und fuhren die gute Stunde bis zu unserem Züchter. Nach einer stürmischen Begrüßung durch die Hunde und einer gemütlichen Mittags- und Kaffeerunde fuhren wir mit unseren Mädels und einer glücklichen Whoopie nach Hause. Es lief von Anfang an sehr harmonisch mit den dreien.  



Obwohl sich Whoopie bis heute jedes Mal überschwänglich freut, wenn wir uns mit ihrem Züchter treffen, ging sie damals schon ohne einen Blick zurück mit uns mit. Sie war direkt von Anfang an bei uns zuhause – grade so, als wenn sie vorher noch nie wo anders gewesen wäre.

Whoopie ist und bleibt mein Herzenshund, der extra für mich auf die Welt gekommen ist. Obwohl ich alle meine Hunde wirklich sehr geliebt habe bzw. liebe, ist das mit Whoopie doch immer noch mal ein klein bisschen besonders.

Wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander, wir verstehen uns oft ohne Worte - da genügt einfach nur ein Blick...




 Whooppie ist mein Seelenhund

liebe Grüße

Susanne

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Mich hat die Geschichte von Susanne  und Whooppie sehr berührt - danke Susanne



Text und Fotos:
Susanne Illich

Mehr Fotos von Whooppie:
www.seidenportal.de/gallery/Whoopie

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Weitere Artikel von Susanne bei uns auf dem Hundeblog:

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15 Kommentare

  1. Eine wunderbare Geschichte, die einmal mehr zeigt, dass es etwas länger dauern kann bis Zwei- und Vierbeiner die füreinander bestimmt sind zusammenfinden.
    Seinen Seelenhund zu finden ist sicher etwas ganz Besonderes, bei Susanne und Whoopie mußte es so kommen, das war vorbestimmt.

    LG
    Claudia

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    1. Ja bei den beiden war es wirklich einfach "Bestimmung" und sie gehören für mich auch einfach zusammen!
      Liebe Grüße
      Sali

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  2. Jeder Hund ist ein Herzenshund aber Seelenhunde sind einmalig. Man spürt es, wenn man auf einen trifft. Ich habe auch einen Seelenhund.

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    1. Ein wunderschöne Beschreibung zum "Seelenhund" - danke!
      Liebe Grüße
      Sali

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  3. Wunderschön,ich bin sehr gerührt!!!!!
    LG
    Dagmar mit Inci

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    1. Hallo Dagmar, schön wieder von euch zu lesen!
      Liebe Grüße
      Sali

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  4. Danke für diese wunderschöne und zu Herzen gehende Geschichte :-)

    Liebe Grüße
    Fraule Astrid


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    1. Den Worten möchte ich mich gerne anschließen - ein riesen Dankeschön an Susanne!

      Dir lieber Shaggy, weiterhin gute Besserung! Ich habe auf deinen Blogg gelesen, dass es dir an den Feiertagen gar nicht so gut ging!

      Liebe Grüße
      Sali

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  5. Was für eine wunderwunderschöne Geschichte. Und dann auch noch mit Happy End - was gibt es Schöneres?! Ich finde es ganz, ganz toll, dass Whooppie auch zu ihrem Seelenfrauchen gefunden hat :)

    Liebste Grüße,
    das Lillyfrauchen

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  6. Schmelz - so eine schöne Geschichte - und - so schöne Fotos.
    Liebe Grüße!

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  7. Vielen Dank für die netten Kommentare :))).
    Liebe Grüße
    Susanne mit Whoopie, Lilly & Sali

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  8. ...wow....
    das ist sehr herzergreifen!!!!
    Eine wirklich wundervolle wahre Geschichte,
    mit einem wirklich wundervollen Ausgang!
    Danke dafür!
    Das war so schön zu lesen!

    ¸.•°☆⊱彡
    ╔═════════ ೋღღೋ ══════╗
    ೋ ~~ Liebe Grüsse Sindy und Nathalie♥~~ ೋ
    ╚═════════ ೋღღೋ ══════╝

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  9. Oh Susanne
    Wo sind die Taschentücher es pahst wie die Faust aufs Auge.
    Und die Bilder dazu ein Traum.
    Druck mir mal alle drei Nasen.
    LG Tanja und Macy

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  10. Was für eine ergreifend schöne Geschichte. Toll, daß der Göttergatte doch noch zugestimmt hat, sonst hätte die hübsche Maus noch länger warten müssen.
    Auch ich hatte vor vielen Jahren einen Seelenhund, und irgendwie fühle ich ihn immer noch.

    L.G. Kerstin mit den Tibis Rani und A-jo

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  11. Hallo liebe Sali (und Susanne),
    der Artikel ist zwar schon älter, aber ich habe ihn gerade "gefunden" und er hat mir sehr gefallen. Überhaupt das Thema ist ein tolles ... Ich habe ja auch so einen Herzenshund, meine Lucy. Anders herum ist es ebenso, für sie bin ich ihr Herzensmensch und wir verstehen uns meist quasi ohne Worte.
    Manchmal frage ich mich auch, ob mit mir noch "alles stimmt", dass ich mit einem Hund so eine enge Verbindung habe :-) ...
    Dankeschön für eine solch schöne Geschichte ...
    Liebe Grüße
    Anke mit Lucy

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