Kratzen = Allergie?!

Montag, Januar 07, 2013

Fangen Hunde an sich vermehrt zu kratzen, denken die wenigsten an die Körpersprache des Hundes und Stress, sondern an Flöhe und Allergien. So ging es auch mir - Chiru zog bei uns ein und fing an sich häufig zu kratzen. Die Wohnung wurde abgesucht, der Flohkamm hatte Dauereinsatz zu Kontrollzwecken und als das nicht der Auslöser war, musste ein Allergietest her. Eigentlich war das alles überflüssig... Denn häufig  zeigt uns unser Hund einfach nur durch sein Kratzen das er sich gerade unwohl fühlt oder ihn eine Situation überfordert. Treten diese Situationen vermehrt auf, verursacht dies bei ihm Stress und aus einem harmlosen Kratzen wird schnell ein ständiges Kratzen, Wundlecken bis hin zur Selbstverstümmelung.

STRESS BEIM HUND? WAS IST EIGENTLICH STRESS?

Ganz einfach ausgedrückt: Stress ist wenn´s zu viel wird, wobei es sowohl positive als auch negative Auslöser hierfür gibt. Der Organismus des Hundes reagiert auf innere und äußere Bedrohungen und bündelt seine Kräfte um Situationen zu bewältigen. Hört man das Wort "Stress" in Verbindung mit Hunden fallen einen spontan die negativen Auslösen ein:
  • Krankheiten
  • Verlust des 2Beiners
  • Veränderung der Umgebung 
  • Gewitter und laute Geräusche
  • Einsamkeit und Langeweile
  • und viele weitere


                                                                   Chirus überfüllter Wochenplan (Zeichnung: Sabine Ziehm-Neumann)

Spontan konnte ich bei Chiru meiner Meinung nach fast alle negativen Auslöser ausschließen. Der Umzug vom Züchter zu uns lag einige Zeit zurück, er hatte sich toll eingelebt, war gesundheitlich fit und bekam ausreichende Beschäftigung...

Das aber auch positiven Auslöser Stress verursachen berücksichtigte ich in meiner "Aufrechnung" nicht. Hierzu zählen z.B.
  • neue Eindrücke
  • Spielkameraden  
  • Beschäftigung 
  • Freude
  • Besuch
Dabei sind sie gerade diese Punkte bei sehr jungen Hunden häufig der Auslöser für Stress. Natürlich besuchte auch ich mit Chiru die Welpenspielgruppe. Hier kamen gleich mehrere Punkte zusammen- die fremde Umgebung, ein Überangebot an Spielkameraden, wilde Jagdspiele, die vielen Menschen auf dem Hundeplatz und die noch ungewohnte Autofahrt.
    Kommen mehrere Stressoren (negative und/oder positive) zusammen lösen sie beim Hund erste Stress-Reaktionen aus. Anfangs kann der Hundekörper darauf noch gut reagieren und man spricht von der  Alarmreaktionsphase. Durch ein Zusammenspiel von Nervenimpulsen und Ausschüttung von Stresshormonen reagiert der Körper optimal auf die Situation.

    Die zweite Phase ist die Widerstandsphase, in die der Organismus versucht sich an den Stressor anzupassen. Kann der Hund die Situation für sich nicht bewältigen kommt es zur Erschöpfungsphase. Der Körper kann sein inneres Gleichgewicht nicht mehr herstellen und befindet sich in dauernder "Alarmbereitschaft".

    WORAN ERKENNE ICH DAS MEIN HUND GESTRESST IST?
    Typische Anzeichen sind neben dem Kratzen:
    • starkes Hecheln
    • nervöses und hektisches Verhalten
    • ständiges Bellen
    • anspringen
    • sexuelle Hyperaktivität z.B. Aufsteigen
    • viele Beschwichtigungssignale zeigen
    • und viele weitere
    Um bei dem Beispiel Hundeschule zu bleiben: Bedeutete Welpenspielgruppe gleich Stress für Chiru und woran konnte man dies erkennen? Diese Frage kann man mit einem eindeutigen "Ja" beantworten. Chiru zeigte mehrere Anzeichen, dass ihn die Situation überforderte: er hechelte sehr viel und rannte häufig hektisch über den Hundeplatz, sprang auch fremde Menschen an, was sonst überhaupt nicht seine Art war und begann ab der dritten Welpenspielstunde bei anderen Hunden ständig aufzureiten.

    HAT STRESS NUR NEGATIVE FOLGEN FÜR DEN KÖRPER?
    Grundsätzlich ist Stress für den Körper nicht nur etwas negatives, sondern  eine lebenswichtige Reaktion des Körpers auf Reize, die ihm eine Anpassung auf veränderte Umweltbedingungen ermöglichen. Deshalb ist es auch so wichtig Welpen behutsam an unterschiedliche Situationen wie Autofahren, Kontakt zu Kindern und Artgenossen, fremde Umgebungen pp. zu gewöhnen, damit sie lernen sich veränderten Situationen anzupassen (Sozialisierung).

    Da jeder Hund unterschiedlich mit Stresssituationen umgeht und reagiert ist es wichtig seinen Hund genau zu beobachten, wie stark ihn die Situation "fordert". Hier bei spielt auch der Charakter des Hundes eine entscheidende Rolle. Viele Hunde besuchen vollkommen problemlos die Hundespielgruppe und lernen sich der neuen Situation anzupassen - für Chiru bedeutete es ein "zu viel" an Anforderungen.

    WIE VERMEIDE ICH DAS DER STRESS SICH NEGATIV AUSWIRKT?
    Der Hund ist heute Sozialpartner und nicht mehr nur "Haustier"- logisch, dass man sich mit ihm auch  intensiv beschäftigt. Hundeschulen und -sportvereine haben einen riesigen Zulauf und Agility, Dog-Dancing, Mantrailing und Flyball sind gängige Begriffe im Hundealltag geworden. 
    Grundsätzlich ist dies eine sehr positive Entwicklung, wenn die Aktivitäten nicht den gesamten Tagesablauf des Hundes in Anspruch nehmen und er genügend Ruhephasen hat.

    Chiru ist von seinem Wesen ein sehr ruhiger Hund, der Probleme hat sich in größeren Hundegruppen zu integrieren und Rückzugsorte benötigt. In seinem Verhalten ist er sehr unsicher und reagiert häufig mit "Angriff ist die beste Verteidigung". In unserer Spielgruppe waren durchschnittlich 15 Hunde im Alter von 10 - 24 Wochen und es war verboten Kontakt zum eigenen Hund aufzunehmen  (heute bin ich schlauer und würde diesen Platz nie wieder mit Chiru betreten). Für ihn wäre es sinnvoller gewesen, sich eine kleine Welpenspielgruppe mit wenigen Hunden zu suchen und ihn behutsamer an die neue Situation heranzuführen. Natürlich löste allein diese Stresssituation bei ihm nicht das ständige Kratzen und Wundlecken aus, sondern u.a. auch die Vielzahl unserer Aktivitäten.

    Wie oben schon beschrieben, berücksichtigte in unserem Tagesablauf zu wenig, dass auch ein zu viel an positiven Dingen Stress auslösen kann. Grundsätzlich achtete ich schon sehr gewissenhaft darauf, dass Chiru nach einem erlebnisreichen Tag mit vielen neuen Eindrücken ein bis zwei ruhige Tage benötigte, dachte aber nicht daran, dass auch ein Spielnachmittag mit anderen Hunden nach einem für ihn vermeintlich langweiligen Vormittag im Büro Stress auslösen kann.

    Auch hier ist es wieder wichtig den eigenen Hund und seinen Charakter richtig einzuschätzen. Meine Züchterin sagte einmal zu mir: "Du machst aus deinem Chiru genauso wenig einen Hund der gerne ständig unterwegs ist, wie ich aus meinem Mann einen Partylöwen!" - Recht hatte sie!

    WAS BEDEUTET DAS FÜR CHIRUS UND MEINEN GEMEINSAMEN ALLTAG?
    Das Kratzen wurde bei Chiru immer schlimmer und wir kämpften immer öfters gegen große Ekzeme bei ihm an. Der Tierarzt diagnostizierte zwar eine Futtermilben und Flohbissallergie, aber ich war mir sicher, dass dies nicht der Auslöser für unser Problem war.

    Chiru mit einem sogenannten "Hotspot"



    Unsere Züchterin brachte uns dann auf den "richtigen Weg" und hielt mir Chiru´s Charakter noch einmal vor Augen. Bereits als kleiner Welpe war im das Getobe seiner Geschwister schnell zu viel und er zog sich lieber zurück. Er spielte gerne mit sich alleine oder einen seiner Brüder benötigte aber immer Rückzugspunkte und viele Ruhephasen für sich.

    Mit diesem Wissen fing ich an Chiru´s Alltag neu zu strukturieren:
    • Anstatt ihn vormittags mit ins Büro zu nehmen, wo er schnell gestresst auf Publikum und die Unruhe reagierte blieb er zu Hause in seiner gewohnten Umgebung. 
    • Größere Hundespielgruppen vermieden wir und trafen uns lieber mit nur einem Hund von denen ich wusste, dass er mit ihm gerne spielte.
    • Längere Ruhephasen wurden eingeplant und wir blieben öfters auch einfach mal nur "Zuhause".
    • Ich lernte zu akzeptieren, dass Chiru nicht die ständige Nähe zu mir mag und bot ihn Rückzugsorte an, in denen ich ihn auch in Ruhe ließ.
    • Insgesamt wurden unsere Tagesabläufe fester strukturiert und somit für ihn verlässlicher.

    UNSER ANTISTRESSPROGRAMM FÜR CHIRU
    •  Heute habe ich gelernt Chiru im Alltag genau zu  beobachten. Über die Körpersprache des Hundes kann man schnell erkennen, ob er sich in der jeweiligen Situation unwohl fühlt. Wichtig ist hierbei  den Gesamtzusammenhang im Auge zu behalten, ein einzelndes Kratzen oder Hecheln bedeutet nicht sofort Stress. Treten die Anzeichen jedoch gehäuft und in  ähnlichen Situationen auf, sollte man diese vermeiden bzw. beseitigen.
    • Mit Hilfe von Ritualen, die dem Hund Sicherheit geben und einer starken Bindung kann man den Stress deutlich reduzieren.
    • Ausreichende auf dem Hund abgestimmte Ruhephasen einplanen.

    Nach bereits wenigen Wochen stellten sich bei uns die ersten Erfolge ein. Das Kratzen reduzierte sich  und "Hotspots" und "Ausschlag" gehören der Vergangenheit an. Zum Glück ist es bis heute dabei geblieben.




    Ein riesen Dankeschön an Sabine  Ziehm für die tolle Zeichnung!

    Linktipps zum Thema "Stress bei Hunden":

    Wuff-Magazin: Wenn der Organismus Alarm schreit!
    "Wenn der Hund Stress hat"
    "Stress bei Hunden" von Martina Nagel

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    19 Kommentare

    1. Sehr gutes Posting - Danke!
      Gut, dass du dir eigene Gedanken gemacht hast und so das ewige Gelaufe zum TA und Auftragen von XY nun wegfällt - und - wir können von deinen Erfahrungen auch profitieren. Nicht nur Kleinkinder, sondern auch Hund haben also manchmal zu viel auf ihrem Freizeitkalender zur Bespaßung stehen.
      Liebe Grüße!
      Die Zeichnung ist toll!

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    2. Auch ich habe lange darüber nachgedacht, warum Raja sich insbesondere nach dem Tod von unserer Hündin Evy mit der sie 3,5 Jahre zusammen gelebt hat so intensiv gekratzt hat. Mir hat mal jemand erzählt, dass Hunde bis zu einem halben Jahr brauchen können um Dinge, die sie sehr belastet haben zu verarbeiten, seit November vergangenen Jahres wächst das Fellchen wieder und wir sind froh, dass die Kratzattacken endlich vorbei sind.
      Grundsätzlich finde ich es manchmal schon sehr problematisch, was einige Hundebesitzer ihren Vierbeinern zumuten, da geht es offensichtlich um Dauerbespaßung, so sieht z. B. der Wochenplan eines Hundes aus unserer Hundeschule aus: Sport, Dogdance, wieder Sport und Unterordnung, Rettungshundestaffel, Mantrailing, wieder Dogdance und Unterordnung, ganz nebenbei noch 3-4 mal pro Woche Lauftrainig, der Hund "dankt" seiner Besitzerin nun nach intensivem Training mittlerweile mit Konzentrationsstörungen, Nervosität und Kratzattacken.
      Schade, dass Menschen manchmal so wenig Gespür für das haben was ihnen so sehr nahe ist, dem Vierbeiner würde ein ähnliches Anti Stress Programm wie Du es bei Chiru angewendet hast sicherlich sehr gut tun.

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    3. Wieder mal ein Text, von dem ich mir wünsche, dass ihn ihren Hunden zuliebe viele viele Hundehalter lesen werden!
      Schön, dass du Chirus Probleme so gut in den Griff bekommen hast! :)
      LG Linda und ihre Hundebande

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    4. Schön, dass Du Dir Gedanken gemacht hast. Viele, leider zu viele, denken bei Stress sofort an Medikamente.

      LG, Tatjana & die Pfotengang

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      1. Danke für eure lieben Kommentare! Das Thema lag mir wirklich am Herzen, weil immer sehr schnell Cortison verabreicht wird und ich weiß wie belastend ein sich wundkratzender Hund ist. Ich konnte zum Schluss das schmatzende Geräusch schon nicht mehr hören - besonders nachts war es schlimm.

        @Claudia: Danke für die Schilderung von Raja nach Evy´s Tod - das zeigt noch einmal deutlich den Bereich "negativer Stress" durch Verlust, Tod, Veränderung des Alltages, der im Bericht nur kurz angesprochen wurde.

        Liebe Grüße
        Sali

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      2. Hallo Sabine,

        ich habe deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen und dachte, woher kennt denn Sali Nase so genau?!

        Bei uns war es in den ersten drei Jahren ähnlich. Irgendwann fing Nase an, sich zu kratzen, mal mehr - mal weniger. Der Tierarzt wurde aufgesucht, ein Allergietest gemacht und siehe da, wir hatten den vermeintlichen Übeltäter. Nase sollte auf Gräser, Pollen, Hausstaub usw. allergisch reagieren. Also wurde eine Sensibilisierung gemacht, über 15 Monate. Das Kratzverhalten hat sich im Rückblick kaum geändert, aber wir haben ja Geduld.

        Nach langen Gesprächen mit Nases Züchterin, die eine Allergie ausschloss, haben wir uns entschieden mit der Sensibilisierung aufzuhören und neu testen zu lassen. An den Werten hatte sich nichts geändert. Mein Mann meinte schon damals, evtl. ist Nase berfordert.Heute Training, morgen Hundespaziergang usw.. Ich wollte es natürlich nicht wahrhaben, es machen doch schließlich alle so, oder?

        Aber ich habe Nase in der Zeit sehr gut beobachtet und festgestellt,er ist ein Eigenbrödler, braucht lange Ruhephasen und ist sehr gern mit sich selbst beschäftigt und zufrieden. Ich musste mich sehr einbremsen und habe nicht mehr auf sogenannte "Hundeexperten" gehört, sondern ging einfach nach meinem Gefühl und das war gut so, für Nase und für
        mich.

        Heute ist Nase zehn Jahre alt, wird immer kauziger, aber wir können damit hervorragend leben. Große Hundetreffen mag er nicht mehr besonders,
        er hat es lieber ruhig und in kleiner Runde. Dann flitzt er auch und hält sich nicht nur abseits.

        LG Conny



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      3. Hallo Conny, danke für deine ausführliche Schilderung! Nase und Chiru sind sich wirklich nicht nur optisch zum Verwechseln ähnlich, sondern scheinen auch das selbe Wesen zu haben.

        Erschreckend finde ich immer wie schnell Tierärzte auf den "Zug" Allergie "aufspringen" und sogar immer Allergien feststellen! Aber dieser Bereich ist ja auch sehr lukrativ. Sicherlich reagiert der gestresste Körper auch sensibler auf bestimmte Auslöser, aber es wird ja nur selten nach anderen Auslösungsmöglichkeiten gefragt.
        Lg
        Sali

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    5. Wauw,
      sehr gut geschrieben,
      total interessant!
      Ich hoffe, es bleibt so.
      Aber ich denke mir, so wie du schreibst,
      habt ihr nun das richtige für euch gefunden.
      Ich meide auch eher grosse Spielgruppen.
      Bin echt froh, bei uns in der Hundeschule, spielen meist die kleinen Rassen nur noch so drei zusammen.
      Das passt dann.
      Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag.
      mglg Nathalie

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      1. Danke für deine lieben Kommentar Nathalie.
        Lg
        Sali

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    6. hallo Sali, dein Bericht ist wirklich sehr interessant. Das erstaunliche ist, dass man sogar Parallelen zum Menschen erkennt. Ich kenne das nur zu gut. Habe ich Stress, sprießt und blüht es überall auf der Haut. Schön, dass du das alles rechtzeitig erkannt hast und Chiru nun seinen Stundenplan hat.
      Viele liebe Grüße
      Micky

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      1. Hallo Micky,
        ja diese Erfahrung musste ich auch schon machen. Ich denke Menschen und Hunde haben ihre ganz persönlichen Schwachstellen in Stresszeiten. Die einen reagieren über die Haut, andere bekommen Magenprobleme und und und.
        Liebe Grüße
        Sali

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    7. Sehr interessanter Artikel und toll, dass du was darüber geschrieben hast. Finja zum Beispiel hat sich als Welpe oft gekratzt, wenn wir in der Stadt waren - was auch ein Anzeichen für Stress war. Lilly kratzt sich zum Glück nicht, aber wenn sie Stress hat, dann fängt sie an zu gähnen. Am Wichtigsten ist wohl, dass man recht schnell herausfindet, was der Hund macht, wenn er Stress hat und dann kann man ja ganz wunderbar damit umgehen. Wenn ich mit Lilly übe und sie beginnt zu gähnen, dann mache ich eine Pause oder versuche ihr die Übung verständlicher zu machen ;)

      Liebste Grüße,
      - Lilly's Frauchen -

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      1. Hallo Lilly-Frauchen, ja da merkt man wieder wie wichtig, dass Thema "Hundesprache" doch ist. Was ich anfangs bei Chiru nicht genügend berücksichtigte war, dass er die Signale nicht nur in der Situation zeigt, sondern auch später. Das machte es oft schwierig, die Sachen herauszufinden die der Auslöser waren.
        Liebe Grüße
        Sali

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    8. Hallo Sali,
      wie schön, dass ihr die Kratzerei in den Griff bekommen habt.
      Was auf vielen Hundeplätzen so ab geht ist wirklich nicht mehr normal....
      Ich bin sehr schnell meinem Bauchgefühl gefolgt und habe nach einem kurzen Versuch beschlossen, dass das nicht das Richtige für meine Hunde ist. Die sollen weder Angst vor großen Hunden bekommen noch zum Rocker werden.

      Ein Kratzehündin hatte ich aber trotzdem. Bei Ihr ist die Ursache eine Futterunverträglichlkeit. ( Allergietest war negativ / der war aber nicht auf Futter, weil das wohl nicht aussagekräftig ist ) Es hat schon eine Weile gebraucht, bis endlich klar war, was an Futter geht und was nicht.
      Nun steht der Ernährungsplan und alles ist gut.
      Trockenfutter und Getreide kommt hier nicht in den Napf...
      Fisch und einige Fleichsorten gehen. Wir testen ganz langsam weiter, was noch dazu kommen kann.

      Weiter alles Gute für Chiru
      Liebe Grüße von Andrea, Niña und EX-Kratzekathi

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    9. Interessanter Post.
      WIR sind pensioniert und stressfrei!
      *LACH*
      Bei uns ist alles anders.
      Wenn die Tibis kratzen, hat FRAUCHEN Stress. Sie muss nämlich den Filz herausbürsten.
      Bei uns ist es vielleicht die trockene Wohnungsluft im Winter. Deswegen gebe ich gelegentlich einige Tropfen Babyöl ins gescheitelte Haar auf die Haut. Mir scheint, das hilft.
      Herzliche Grüsse
      Trudy

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    10. Liebe Sabine,

      endlich finde ich Zeit ein wenig bei Dir zu lesen und Laut von mir zu geben. Ich finde Deinen Beitrag mehr als gelungen. Ich hoffe sehr, dass er viele Hundehalter zum Nachdenken anregt. Wir müssen lernen unsere Hunde zu beobachten und ehrlich dabei zu sein. Selbst, wenn wir alle nur zum Besten für unsere Hunde handeln. Unsere Interessen und Vorlieben dürfen wir nicht auf die Hunde projezieren. Auch ich musste das lernen und kann mich nur Conny´s Ausführungen anschließen.


      Socke ist zwar kein Kratzhund. Wegen ihres dicken Fells ist das vielleicht zu mühsam für sie. Socke hechelt sehr stark, wenn sie gestresst ist. Dies stelle ich fest, wenn ich selbst unruhig und nervös bin und wenn der gewohnte Tagesablauf völlig durch einander gerät. Gerade die Zeit am Vormittag bis 12:00 Uhr genießt Socke Ihre Ruhe. Da kann man sie auch gut mal 1-2 Stunden alleine lassen.

      Auch große Hunderudel, die nur schnell rennen und toben und Socke dabei keine Gelegenheit geben intensiv zu schüffern, stressen sie. In diesen Fällen kommt zum Hecheln auch noch ein Hinsetzen, so dass sie sich nicht mehr wegbewegen kann.

      Ich freue mich auf weitere interessante Berichte von Dir.

      Liebe Grüße

      Sabine

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    11. Toller Artikel! Mich, Sylvie, kratzt es auch, wenn ich im Stress bin. Da geht´s wohl de Mensche wie de Leut - äh, Hunde. "Entschleunigung" hilft bei mir auch immer ;-) Lucy hechelt und zittert vor Anspannung ... 1001 dackelige Grüße sendet Lucy mit Frauchen Sylvie

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    12. Liebe Sali,
      sehr schön dein Artikel,finde es sehr super zu lesen wie du gelernt hast deinen
      Chiru zu lesen,auf sein sensibles Wesen einzugehen und es zu akzeptieren.
      Man will ja für seinen Hund nur das Beste und überall steht ja wie wichtig es
      ist seinem Welpen gut zu sozialisieren und manchmal merkt man garnicht das
      man zuviel des Guten tut.
      Man liest aus deinem Artikel raus wie ihr da durch zusammen gewachsen seid und dass finde ich richtig schön!Es freut mich das Chiru so ein tolles
      Frauchen hat die sich soviele Gedanken macht und nicht nur mit Salben(meist
      Cortison)versucht das Übel aus der Weld zuschaffen.

      ganz liebe Grüße
      Dagmar mit Inci

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    13. Liebe Sali,
      sehr schön dein Artikel,finde es sehr super zu lesen wie du gelernt hast deinen
      Chiru zu lesen,auf sein sensibles Wesen einzugehen und es zu akzeptieren.
      Man will ja für seinen Hund nur das Beste und überall steht ja wie wichtig es
      ist seinem Welpen gut zu sozialisieren und manchmal merkt man garnicht das
      man zuviel des Guten tut.
      Man liest aus deinem Artikel raus wie ihr da durch zusammen gewachsen seid und dass finde ich richtig schön!Es freut mich das Chiru so ein tolles
      Frauchen hat die sich soviele Gedanken macht und nicht nur mit Salben(meist
      Cortison)versucht das Übel aus der Weld zuschaffen.

      ganz liebe Grüße
      Dagmar mit Inci

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