TIerschutzhunde aus dem Ausland

Montag, Mai 20, 2013

Liebe Bloggleser,

auf den ersten Blick ein ganz normales Foto - eine Hundebegegnungen am Strand, wie man sie als Hundebesitzer häufig erlebt:



Das "besondere" dieser Aufnahme - fast jeder der Hunde auf dem Foto stammt aus dem Ausland und ist ein Haustier, dass "entsorgt" wurde, auf der Straße lebte und in einer Tötungsstation landete.
Über eine Tierschutzorganisation konnten diese Hunde  gerettet werden und kamen nach Deutschland zu ihren neuen Familien.


Gemeinsam mit ihren 2Beinern machten die Hunde Urlaub  an der Nordsee und begegneten mir bei einem meiner Strandspaziergänge mit Chiru. Chiru  ist nicht ganz einfach mit anderen Rüden und größere Hundeansammlungen hasst er richtig. Von daher näherte ich mich mich verhalten der "bunten" Truppe, die im Sand tobte  und überlegte einen großen Bogen um die Meute zu machen. Schnell entdeckten die Hunde uns jedoch und der erste (natürlich ein Rüde ;-) kam in unsere Richtung und forderte Chiru vorsichtig zum Spielen auf. Ehe ich hinschauen konnte war Chiru in die Gruppe integriert und rannte   ausgelassen mit den anderen durch den Sand.



Auch der nächste Ankömmling wurde problemlos in die Spielrunde integriert - ein Huskyrüde, von dem mir der Besitzer erzählte, dass er normalerweise mit anderen Hunden nicht spielen würde.


Nun - mit diesen Hunden tobte auch er. Für mich war es ein sehr schönes Erlebnis dieses "Zufallsrudel" beim Spielen zu beobachten. Die Rollen wechselten  in fließenden Übergängen vom Jäger zum Gejagten und signalierte einer der Beteiligten, dass es ihm zu "rauh" wird - stoppte sein Gegenüber sofort.




Chiru fühlte sich sehr wohl mit der Truppe und wir waren richtig traurig, als wir gehen mussten. Mir ist diese Begegnung bis heute im Gedächtnis geblieben und fasziniert mich immer noch sehr, weil das Verhalten der Hunde untereinander so harmonisch verlaufen ist. Auch heute beobachte ich bei Chiru häufig, dass er sich ehem. Straßenhunden gegenüber viel positiver verhält und fast nie Aggressionen zeigt.

Aber woran liegt das? Ich könnte mir vorstellen, dass einer der Gründe darin liegt, dass diese Hunde weniger Revierverteidigungsverhalten  zeigen oder vielleicht auch eine eindeutigere Körpersprache haben - aber ist das tatsächlich der Grund?

Mich würden eure Erfahrungen interessieren - habt ihr einen Hund aus dem Tierschutz und ähnliche Erfahrungen gemacht? Sind diese Tiere sozialverträglicher als unsere Haushunde?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen!

Liebe Grüße

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38 Kommentare

  1. Leider kann ich keine eigenen Erfahrungen mit so einer großen Gruppe von Tieren aus dem Tierschutz beitragen, aber es ist wunderschön, von einer so schönen Gegebenheit zu hören. Ein tolles Beispiel dafür, dass die Integration solcher Hunde hervorragend gelingen kann.
    LG, Enya

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    1. Liebe Enya,
      "hervorragend gelingen" ist wirklich die perfekte Wortwahl - im Sozialverhalten haben die "Ausländer" für mich die Nase weit vorne und ich denke sehr gerne an die Begegnung zurück.
      Liebe Grüße
      Sali

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  2. Unser Herr Bohne kommt aus Rumänien und ist ein sehr liebenswerter Hundeherr in Bezug auf andere Hunde und auf uns Zweibeiner sowieso. Zunächst sehr zurückhaltend, schließt er schnell Freundschaften, wenn er merkt, dass auch sein Gegenüber nett zu ihm ist. Immer wieder würden wir einen ehemaligen Straßenhund bei uns aufnehmen, auch wenn viele uns vorher davon abgeraten haben. Auch wenn er die Erlebnisse wohl nie vollständig verarbeiten wird können (noch heute hat er große Angst vor vielen Dingen), ist er inzwischen ein sehr glücklicher und absolut dankbarer Hund. LG Sina

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    1. Liebe Sina, danke für deinen ausführlichen Kommentar von Herrn Bohne - er spiegelt meine Eindrücke perfekt wieder und ich fände es toll, wenn mehr Menschen den Schritt wagen würden, einen Hund aus dem Ausland zu nehmen!
      Liebe Grüße
      Sali

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  3. Oh mein Gott, was für tolle Fotos. Superschöne Aufnahmen und Portraits...

    Also, Linda kommt ja auch aus dem Tierschutz und ursprünglich aus Teneriffa. Sie verlangt nicht unbedingt den Kontakt zu anderen Hunden und sie spielt auch nur in ganz seltenen Fällen mit ihnen. Die meisten Hunde, denen wir begegnen, verbellt sie lautstark, wenn sie ihr zu Nahe kommen. Ich schätze mal, die sind ihr viel zu rüpelhaft. Treffen wir hingegen auf einen fremden Hund aus dem ausländischen Tierschutz, passiert meist gar nichts. Die Hundebegegnung verläuft von Anfang an ruhig und gesittet, wenn man das jetzt mal so ausdrücken mag.

    Insofern glaube ich, dass die ausländischen Hunde tatsächlich noch in der Lage sind, klarer und höflicher untereinander zu kommunizieren. Vielleicht können sie im Ausland einfach "hündischer" aufwachsen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man überall so ein Primbamborium wie hierzulande veranstaltet :D

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    1. Liebe Andrea, danke für deine Eindrücke und deinen Bericht über Linda. Den Aspekt, dass die Hunde im Ausland vielleicht "hündischer" aufwachsen habe ich noch überhaupt nicht bedacht - ein interessanter Ansatz!
      Liebe Grüße
      Sali

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  4. Wow, das sind soooo tolle Fotos!

    Ich muss sagen, dass ich sehr wenig Erfahrung mit Tirschutzhunden habe....
    Allerdings zieht bei einer Freundin bald ein Galgo ein, der dem auf deinen Bildern sehr ähnelt. Und darauf bin ich schon sehr gespannt. ;)
    Laut Beschreibung ist er sehr freundlich! :)
    LG,
    Clara

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    1. Liebe Clara,
      bei uns im Ort leben mehrere Windhunde aus dem Ausland - ob es Galgo´s sind weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber alle sind sehr verträglich. Deine Freundin hat damit bestimmt einen gute Wahl getroffen und vielleicht kannst du ja zu einem späteren Zeitpunkt darüber berichten, wie es gelaufen ist.
      Danke für dein liebes Kompliment zu den Fotos.
      Liebe Grüße
      Sali

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  5. So schlecht die Haltung in spanischen Tierheimen auch ist, gegenüber den Deutschen haben sie aber alle eines voraus: die Rudelhaltung. Abgesehen von den Tötungsstationen, über die ich hier jetzt nicht reden will, sind die Hunde nicht einzeln in Käfigen sondern zusammen als Rudel in relativ großen Ausläufen. Das prägt.

    Abgesehen von einzelnen Strassenhunden, die direkt in die Tötung kommen und wo man sich nicht um eine funktionierende Gruppe kümmert (ich habe ein solches geschädigtes Exemplar hier) sind die meisten Auslandstierschutzhunde gut sozialisiert.

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    1. Hm, gut erklärt Tatjana.
      Ich meine ähnliche Sozialisierungen in den großen Hundeauslaufgebieten in Berlin bemerkt zu haben - dort treffen die unterschiedlichsten Modelle frei aufeinander - ohne Probleme - siehst du da auch einen Zusammenhang?
      Ich meine, dort wo Hunde mit anderen kontakten können gibt es die wenigsten Probleme.

      Hallo Sabine,
      tolle Fotos und eine gute Fragestellung - bin gespannt.


      Liebe Grüße - Monika mit Bente

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    2. @ Tatjana: Es gab doch auch in Deutschland mal ein Tierheim, dass große Erfolge mit der Rudelhaltung verzeichnen konnte. Ahaus? Schade, dass sich das nicht durchgesetzt hat - die Isolierung kann einfach nicht gut sein.

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    3. @ Monika: Die Grundidee mit den Hundeausläufen finde ich gut. Anstatt Hundeschule mit Sitz + Platz müsste es vielmehr Unterricht im Sozialverhalten untereinander und miteinander geben. Ich habe mit Chiru eine zeitlang so eine Gruppe besucht und uns hatte es doch einige Erfolge gebracht und Chiru wurde deutlich sicherer in seinem Verhalten.

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    4. Gut, aber man darf auch nicht übersehen, dass es immer wieder Berichte gibt, wo es in diesen großen Tierheim-Rudeln im Ausland zu Beissereien kommt, bei denen auch Hunde zu Tode kommen. Liegt aber wahrscheinlich daran, dass dann einfach zu viele Hunde auf zu engem Raum gehalten werden (die sind ja meistens übervoll).

      Der Tierschutzverein in Knielingen, aus dem Linda stammt, macht das im Übrigen auch so. Sozialverträgliche Hunde dürfen dort den ganzen Tag zusammen im Rudel laufen. Find ich gut!

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    5. @Sali:
      Danke für deine Rückmeldung und Info. Monika

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  6. Das sind wirklich tolle Fotos. Aber warum Chiru sich so gut mit Rüden verstanden hat, kann ich dir auch nicht sagen. Wir haben hier auch ein paar Tierheimhunde, die sind aber extrem aggressiv, stammen allerdings auch nicht aus dem Ausland. Um die müssen wir immer einen großen Bogen machen. Es ist aber schön zu sehen, dass es auch anders geht.

    Wuff-Wuff Chris

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    1. Hallo Chris, danke für deinen Kommentar. Im Verhalten finde ich auch, dass sich die deutschen Tierheimhunde sehr von den ausländischen Hunden unterscheiden. Tatjana´s (Pfotengang) Aspekt mit den Haltungsbedingungen ist bestimmt eine Erklärung dafür.
      Liebe Grüße
      Sali

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  7. Liebe Sabine,

    Du weißt, das ich wenig Ahnung von Hunde aus dem Ausland habe. Ich glaube aber, dass es auch an den Hundehaltern liegt. Wie oft höre ich von anderen nationalen Hundehaltern, dass ihr Hund langhaarige Hunde nicht mag, manche gehen einem ohne ersichtlichen Grund aus dem Weg, wollen keinen Kontakt. Der deutsche Hundehalter will für sich und seinen Hund das Beste. Da wird der beste Züchter ausgesucht und Entfernungen spielen keine Rolle, die beste Hundeschule, denn auch Preise sind egal u.s.w. Hundehalter ausländischer Hunde wissen nicht, was für eine Fellnasen kommt, lassen es auf sich zu kommen, sind gelassen und wollen aus Liebe zum Tier und einer großen Portion Hilfsbereitschaft etwas Gutes tun. Und da sich Stimmungen und Einstellungen der Halter auf die Fellnasen übertragen, sind diese vielleicht entspannter, neugierig und auch unvoreingenommen.
    Ich bin mir nicht sicher, aber das war mein erster Gedanke. Tolle Fotos....


    Drück Dich Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      ein interessanter Aspekt, dass die Hundehalter, die sich für einen Hund aus dem Ausland entscheiden "lockerer" und "entspannter" mit ihren Hunden umgehen. Auf die 2Beiner von den Fotohunden trifft es auf jeden Fall zu - es waren einfach nur herzliche, kontaktfreudige Menschen mit denen man sofort ins Gespräch kam.
      Liebe Grüße und Bussi an Socke
      Sali

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    2. Ich glaube, da hat Sabine nicht unrecht. Man glaubt gar nicht, mit welch winzigen Nuancen man seinen Hund beeinflussen kann. So richtig bewusst ist mir das erst beim Mantrailing geworden.

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  8. Hallo Sabine,

    dein Beitrag ist toll - und mir geht sofort das Herz auf.
    Da mein Bretonenhund Deco auch aus dem Ausland (Spanien) kommt und früher in einer Tötungsstation saß ist auch er ein besonderer Hund.

    In unserer Gegend spielt Deco wirklich seeehr seeehr selten, vielleicht 1 x im Jahr. Er versteht sich super mit allen Hunden. Hat die Probleme oder will streiten (ein toller Kerl).
    Aber sobald ich mit Deco auf ein Bretoentreffen gehe wo meinst 20-40 Hunde seiner Rasse da sind, ist er wie ausgewechselt =)
    Manchmal bekomme ich Tränen in die Augen und freue mich für Ihn mit.
    So viele Hunde und alle sind ein Rudel und verstehen sich sofort. Jeder neue wird direkt in die Gruppe aufgenommen.

    Es ist toll so etwas mal live zu erleben zu können =) Bei Bretontreffen taut Deco richtig auf - macht Spielaufforderungen, rennt, flitzt und spaßt mit den vielen Hunden rum.
    Es ist wirklich toll und dein Bericht gefällt mir.

    Wieso es so unter ehemaligen Straßenhunden/Auslandshunden ist weiß ich auch nicht. Vielleicht spüren Sie ganz genau was jeder Hund schon erlebt hat und gehen auf dessen bedürfnisse ein.
    Es ist auf jeden Fall ein besonderer Moment und eine super tolle Atmosphäre.

    LG, Decos-Frauchen

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    1. Liebes Deco-Frauchen, danke für deine Kommentar - ich habe sofort eine dicke Gänsehaut bekommen bei deiner Schilderung! Es spiegelt so wunderbar mein Erlebnis wieder.

      Dein Gedanke, dass die Hunde einfach merken, dass der andere ein schlimmes Schicksal hatte, kam mir auch schon, aber ich hatte Bedenken, ob ich Chiru damit zu sehr vermenschliche. Vom Bauch her würde ich es ihm aber schon zutrauen.

      Liebe Grüße
      Sali

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  9. das ist ein ganz toller Beitrag wobei ich zugeben muss das ich mir dazu bislang keine so großen Gedanken gemacht habe da ich jeden anderen Artgenossen erst einmal freundlich begrüße und bislang auch fast nur gute Erfahrungen gemacht habe aber mich würde das auch sehr interessieren warum die Hunde so viel umgänglicher sind.....

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    1. Hallo George,

      na da beneide ich deine 2Beiner aber um so einen entspannten Hund! Darf ich Chiru mal vorbeischicken *grins*?
      Liebe Grüße
      Sali

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  10. Ich bewundere deine Fotos. So gelungen!
    Zum Thema kann ich nichts sagen.
    LG, Trudy

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    1. Hallo Trudy, danke für dein Kompliment zu den Fotos! Ich freue mich immer riesig darüber!
      liebe Grüße
      Sali

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  11. Liebe Sali,
    Ich habe zwar nicht in dem Sinne die Erfahrung mit Tierschutzhunden, aber dafür mit dem Rudel an sich.
    Hunde die mal auf der Strasse gelebt haben, mussten die Hundesprache beherrschen, da sie sonst nicht überlebt hätten. Auf der Strasse bilden sich ja Rudel und da ist es wichtig, eine klare Sprache zu beherrschen. Ausserdem sind bei Strassenhunden jegliche Verletzung eine Todesgefahr, also versucht man diese zu vermeiden. Schliesslich ist man ja gemeinsam stärker und man kann nicht riskieren, dass einer im Rudel sich verletzt.
    Im Rudel herrschen klare Strukturen und Hunde, die diese einmal gelernt haben, sind deshalb viel sicherer in ihrem Auftreten und strahlen ihre Rolle (die sie einmal im Rudel hatten) ganz deutlich aus.
    Das gute soziale Verhalten hängt also nicht direkt mit den Tierschutzhunden zusammen, sondern mehr damit, dass sie im Rudel gelebt haben und eine sehr unscheinbare Selbstsicherheit ausstrahlen. Diverse Hunde die bei mir regelmässig im Rudel sind, haben sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Die einen sind sozialer im Sinne von weniger Aggressiv geworden, die anderen sozialer im Sinne von sicherer geworden.
    Ich finde, man sollte heute allgemein wieder mehr Wert darauf legen, dass ein Hund die Möglichkeit hat, seine Sprache regelmässig zu sprechen und wieder richtig zu lernen und das kann er nun einmal nur dann, wenn er regelmässig in ein konstantes Rudel darf.

    Interessanter Beitrag von dir und tolle Fotos, wenn ich auch nicht der Befürworter von Importhunden bin, nicht weil es keine guten Hunde sein könnten, sondern weil ich der Meinung bin, dass wir genug Hunde hier in den Tierheimen haben, die gerne wieder ein Zuhause hätten.

    Liebe Grüsse
    Ramona und Rudel

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    1. Hallo Ramona, deinen Kommentar habe ich mit sehr großem Interesse gelesen - danke für deine ausführliche Schilderung, die mir sehr einleuchten!
      Liebe Grüße
      Sali

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  12. ...interessant was du zu berichten hast...
    wir haben oft solche hunde die aus der tötungsstation sind,
    nun mit ihren neuen frauchen oder herrchen in der hundeschule...
    aber ich hab eher beobachtet... dass sie oft wohl mit den hunden kein problem haben, aber scheu vor menschen sind....

    o,o ! Hab Dich !
    ( ';'), ". Lieb ! ."
    c(")("),,,,'''-.,.-''',,,

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    1. Danke für deine Eindrücke!
      Liebe Grüße
      Sali

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  13. Hallo Sali und Chiru, ganz, ganz tolle Fotos! Ich schließe mich der Meinung von Ramona an, denn ich habe auch wenig Erfahrung mit Tierschutzhunden, aber doch recht viel Erfahrung mit Hunderudeln: Bei uns in den Wiesen dürfen alle Hunde offiziell ohne Leine laufen, spielen und toben. Oft treffen wir auf große Gruppen z.B. an Parkbänken. Daher sind (fast) alle Hunde sehr gut sozialisiert und auch ausgelastet. Auch im Dackelclub bin ich immer sehr fasziniert von der klaren Kommunikation der Hunde untereinander, die in der freien Spielstunde immer ganz schnelll Rangfolgen und Positionen untereinander ausmachen ...ohne das etwas passiert. Sehr faszinierend, die Hundesprache zu beobachten. 1001 Grüße von Sylvie mit Lucy

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    1. Hallo Sylvia, danke für deine Ausführungen, die mir wieder deutlich machen, wie wichtig eigentlich das Erlernen von Sozialverhalten für die Hund ist, anstatt "Sitz + Platz". Schade, dass es sowenige Angebote in dieser Richtung gibt.
      Liebe Grüße
      Sali

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  14. Ein eindeutiges Verhalten seinem gegenüber ist hier das Zauberwort und da ist es eigentlich egal ob der Hund aus Nord, Süd, Haus, Straße oder sonst wo herkommt. Solange er gut sozialisiert ist versteht er auch andere Hunde ;-)

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    1. Stimmt - nur irgendwie ist es mit der richtigen Sozialisierung gar nicht so einfach... Zumindestens haben wir damit so unsere Problemchen.
      Liebe Grüße

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  15. Hallo Sali,

    ich bin durch Zufall heute auf deinen Blog gestoßen und möchte meine Erfahrungen zu dem Thema noch kundtun.
    Ich habe 3 Hunde aus dem Tierschutz aber aus anderen Regionen. Mein 13jähriger Setter Ben kam 1jährig aus Fuerteventura, Peachy unsere Malteser-Yorkie Mix Hündin 10jährig kam mit 6 Jahren aus Malaga und Brady ein Englischer Setter kam vor 2 Jahren im alter von 2-3 Jahren aus Bilbao.

    Der Setter ist und bleibt ein Phänomen. Mit Hunden die er nicht kennt hat er normalerweise Probleme...plustert sich auf, geht nach vorne, droht !! Er kommt von den Straßen Bilbaos.....
    Jetzt hatten wir vor ca 4 Wochen das Erlebnis schlechthin. Wir trafen Leute mit 2 Hunden ebenfalls aus dem spanischen Tierschutz..wir wußten das..Brady nicht.

    30sec lang die gleiche Prozedur...aufplustern, den Larry machen, drohen...dann lag irgendwas in der Luft, ich kanns nicht beschreiben und der Hund legte einen Schalter um......seine Haltung wurde weich, die Rute wedelte.....die Nase wurde immer länger, er nahm Kontakt auf.......
    Der größere Rüde der anderen Leute kam im großen Bogen freundlich wedelnd auf ihn zu und das Eis war gebrochen !!!!
    Brady steht sich so oft selbst im Wege hat auch im Ort schon den Namen weg schwierig und gefährlich zu sein ...aber da wurde er zwischen fremden Leuten und fremden Hunden butterweich.
    Ich denke auch das sie merken das sie irgend etwas verbindet und sie scheinen auch zu merken das sie aus dem "gleichen Holz" sind wenn du verstehst was ich meine. Von solchen positiven Hundebegegnungen bräuchte er viel viel mehr... aber leider fehlt es hier an den passenden Besitzern und die nicht Spanier reagieren auf sein Verhalten auch tatsächlich anders als andere Spanier......und auch ich habe keine Ahnung woran es liegt....aber es passiert tatsächlich.

    Liebe Grüße

    Anja mit Ben, Peachy und Brady

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    1. Hallo Anja, beim Lesen deines Berichtes habe ich richtig eine Gänsehaut bekommen und ich kann mir diesen Moment nur zu gut vorstellen! Lieb, dass du dein Erlebnis hier gepostet hast! Ich drück euch die Daumen, dass Brady die Möglichkeit bekommt viele dieser positiven Erfahrungen machen zu dürfen.
      Liebe Grüße
      Sali

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  16. Hallo Sabine,

    ein sehr schönes Thema und überhaubt eine tolle Seite, dieses nur so nebenbei.
    Jetzt zurück zum Thema, wobei ich nur meine Erfahrungen mit Hunden aus Polen teilen kann.

    Ich habe mittlerweile 5 Hunde. Neben Ferdek und Iwana sind noch Sonia, Prinz und unser Tobi dazu gekommen. Sonia (Schnauzermischling) die als Welpe ins Tierheim Pudwagi/Polen kam und dort fast 2Jahre verbracht hat, ist Menschen gegenüber sehr misstrauisch und generell sehr schreckhaft. Hunde liebt sie aber über alles.
    Unser Prinz ca.14 Jahre der im Dezember bei Minus 10 Grad mehrere Stunden durch die Strasse schlenderte, für mich ein Wunder, daß ihm nichts passiert ist. Mit geschätzten 300 Flöhen und einer Menge Würmer, war er in einem sehr schlechtem gesundheitlichem Zustand.Zudem ist er taub und sieht sehr schlecht. Heute ist er topfit und mit Mensch, Hund und Katze verträglich. Ich hätte es nicht über Herz gebracht ihm ins Tierheim zugeben, zumal die überlebenschancen für ihn dort sehr schlecht gewesen wären. Und dann noch unser Tobi ausgesetzt im Februar bei Temperaturen um -20 Grad. Ein sehr schöner Hund, der vom ersten Tag an wie eine Klette an mir klebte, dem andere Hunde eher egal sind, aber mit Katzen keine Probleme hat.

    Sonia und Tobi mussten erstmal ihre Stellung im Rudel finden, was mit Knurren und kleineren Raufereien geregelt wurde. Unser Prinz vermutlich aufgrund
    seines Alters, wurde ziemlich schnell akzeptiert.
    Alle Konfrontationen gehen aber immer von unserem Ferdek aus, der klare Grenzen setzt. Ferdek habe ich aus einem deutschen Tierheim übernommen und war für mich von Anfang an der problematischste Hund. Er stürzt sich auf Alles und Jeden, der seiner Meinung nach zur Gefahr werden kann, ohne Unterschied ob Mensch oder Tier.

    Ich kann jedem nur empfehlen einen Hund aus einem polnischen Tierheimen zu übernehmen, sind die Haltungsbedingungen in den polnischen Tierheimen generell viel schlechter als in Deutschland, aber die Hunde sind überaus dankbar und in der Regel sehr verträglich, was meiner Meinung nach auch mit den Haltungsbedingungen hier in Polen zu tun hat, der Hund hat nicht den Stellenwert in der Familie wie in Deutschland.

    Liebe Grüße aus Masuren/Polen

    Hildegard mit ihrer Bande


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    1. Hallo Hildchen,
      ich habe mich riesig gefreut von dir etwas zu hören! Euer "Rudel" ist ja riesig geworden *stauhn* - aber ich finde es toll, dass du die Augen nie vor der Not verschließt und würde mich über Fotos von euch riesig freuen!
      Chiru lässt seinen Bestfriend Ferdek ganz lieb grüßen!
      Bussi an euch alle!
      Sali

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  17. Danke für deinen tollen Post!
    Und danke an alle, die ein Kommentar geschrieben hatten, es war sehr interessant für mich zu lesen.
    Liebe Grüsse von Sylvia

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