Wieviel Wolf steckt heute noch im Tibet Terrier?

Samstag, November 03, 2012

Kürzlich las ich im Internet, dass der heutige Haushund noch zu mehr als 99 Prozent genetisch mit dem Wolf übereinstimmt. Natürlich weiß ich, dass auch der Tibet Terrier vom Wolf abstammt - aber im Aussehen bestehen doch kaum noch Ähnlichkeiten, wenn ich mir diese zwei Aufnahmen betrachte: Bei dem ersten Fotos sieht man ja schon ganz deutlich, die Schnauze des Wolfes ist deutlich länger als bei den meisten heutigen Hunderassen. 





Wölfe haben hellgelber bis gelbgrüne Augen, die bei den meisten Hunden und auch beim Tibet Terrier  braun sind. Auch in der Größe unterscheidet sich der Wolf mit seinen ca. 80 cm, deutlich von fast allen Hunderassen.Beim Bearbeiten der Chiru-Fotos machte ich jedoch eine ganz erstaunliche Entdeckung. Vergrössert man den Auschnitt des Gesichtes deutlich - sieht man für mich sehr deutlich, dass noch ein großer Teil Wolf in meiner "Tibetischen-Fellnase" steckt:



Wieviel Wolf steckt noch in eurem Hund? 



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4 Kommentare

  1. Liebe Sali,
    eine interessante Betrachtungsweise. Die Ähnlichkeit ist vorhanden.
    Laut Canix-DNa belegt eine jüngere Forschung, dass es 14 "alte" Rassen gibt (u.a. Chow Chow, afghanischer Windhung), die dem Wolf genetisch zugeordnet werden können. Dazu zählt auch der Tibet-Terrier.
    Einen informativen Video findet man auch unter
    www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video
    Unter Suchbegriff eingeben:vom Wolf zum Hund
    Viel Spaß beim Schauen und ein schönes Wochenende,
    lieben Gruß
    Micky

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  2. Wenigsten stimmt bei den Zweien noch die Farbe ;) Meine Lilly würde in der Natur wahrscheinlich direkt auffallen ... außer es liegt Schnee, dann ist sie echt gut getarnt, da sie aber schnell friert, wäre das wohl auch nichts für sie ;) Nein, ich denke vom Wolf ist bei Lilly nicht viel übrig. Allerdings reagiert Lilly sehr stark auf Körpersprache ... also vielleicht doch noch ein bisschen Wolf ;)

    Liebste Grüße,
    - Lilly's Frauchen -

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  3. Hallo Sabine,

    ich glaube, dass in Socke nicht mehr viel Wolf steckt. Vielmehr glaube ich manchmal, sie ist mehr Mensch als Hund. Diejenigen, die sie kennen, werden meinen Eindruck vielleicht bestätigen.

    Nichtsdestotrotz ist der Wolf natürlich auch Sockes Vorfahr und dessen muss ich mir auch gelegentlich bewußt werden, um Socke nicht vermenschlichen.

    Die Ähnlichkeit von Chiru (bearbeitestes Bild) und dem Wolf besteht zweifelsfrei, dennoch fällt es mir schwer in unsreren Haushunden, auch in Chiru einen Wolf zu sehen. Ich glaube auch, dass immer weniger Wolf in unseren Hunden steckt und nur der genetische Ausgangspunkt beim Wolf zu sehen ist. In Notfällen, können unsere Hunde vielleicht auch auf ihren wolfischen Instinkt zurückgreifen, doch ich glaube, unsere Hundeerziehung ist die erste Wahl beim Verhalten des Hundes.

    Aber hier spricht der Laie. Aber das Thema ist schon sehr spannend....

    Liebe Grüße

    Sabine

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  4. Hallo Sabine!

    Es lässt sich über das bloße Erscheinungsbild hinaus durchaus feststellen, wieviel Wolf in unserem TT steckt. Die Unterschiede nämlich zwischen den Körperformen, Größe, Haar und Farbe bei allen Hunden basieren auf bestenfalls 12 oder 15 Genen; genauer: auf Mutationen in diesen Genen. Das ist bei mehr als 20 Tausend Genen eine extrem geringe Zahl. Und damit unterscheidet sich der Hund erheblich vom Menschen, bei dem mehrere Hundert Gene für die gleiche Aufgabe verantwortlich sind.

    Beim Hund also bleibt als substantieller Vergleich zum Wolf die Untersuchung und der Vergleich des Genoms.

    Und hier liegen beim TT aussagekräftige Genstudien unterschiedlich angewendeter Methoden vor.
    Am überzeugendsten fallen die beiden Genstudien von Savolainen aus. Bei der einen liegt das Mitochondrien-Genom zugrunde, die andere konzentriert sich auf die Untersuchung des Y-Chromosoms.
    Als Ergebnis der ersten Studie lässt sich auf die "Urmutter" schließen, bei der anderen geht es um die Vaterlinie.

    Und beide Genstudien gelangen zum gleichen Ergebnis: Unser TT stammt in direkter Linie von der ältesten Haushundgruppe vor etwa 16 Tausend Jahren ab. Savolainen setzt die untersuchten TT in der Nähe zum Ursprungswolf, dem Mongolischen Grauwolf, unter die ersten 10 aller von ihm untersuchten Hunde!

    Es gibt darüber hinaus noch Genstudien, die das gesamte Genom der Hunde verglichen haben und den TT zu den "Wolfdogs" rechnen. Soweit stimmten auch diese Studien mit den Savolainen-Ergebnissen überein.
    Allerdings gibt es bei diesen "Gesamtgenom-Studien" schwerwiegende Mängel, sodass ich diese Ergebnisse nicht an erster Stelle für den TT anführe.

    Wie aber macht sich die große Nähe des TT zu den Ursprungswölfen bemerkbar?
    Ich glaube, das Wesen unserer Hunde ist dem der Wölfe noch sehr ähnlich. Es geht um die Unabhängigkeit, die Individualität unserer Hunde, aber auch um den eigentlich sehr "liebenswürdigen" Umgang in einer "Meute" oder in unserer Familie. Das ähnelt sehr dem Wesen und Verhalten der Wölfe, die ich in diversen TV-Sendungen, aber auch in der fachkundigen Literatur gefunden habe.

    Früher war ich der Meinung, dass der sog. Dickkopf, also das "eigene" Wesen unserer TT von ihrer Vergangenheit als Hütehund herrührt. Heute glaube ich, dass der Schuh umgekehrt passt: Dieser Teil ihres Wolfswesens passte sehr gut zu ihrer Aufgabe als selbstständig handelnde Hütehunde.

    A.K.

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